Zugunglück Rosdorf
Einsatz 2026-0015 | Veröffentlicht am
Großangelegte Nachtübung im Leinebuschtunnel: Einsatzkräfte proben den Ernstfall auf der ICE-Strecke LANDKREIS GÖTTINGEN / KASSEL | In der Nacht vom 14. auf den 15. März 2026 verwandelte sich der 1.740 Meter lange Leinebuschtunnel in ein großflächiges Übungsszenario. Unter dem Stichwort Massenanfall von Verletzten nach Schienenverkehrsunglück� trainierten Feuerwehren, Rettungsdienste, das THW sowie die Polizei das koordinierte Vorgehen bei einer simulierten ICE-Entgleisung. Das Szenario: Feuer und eingeklemmte Personen Gegen Mitternacht rollte eine ICE2-Garnitur (Baureihe 402) planmäßig in den Tunnel ein. Kurze Zeit später wurde das Szenario Realität: Eine simulierte Entgleisung führte zu einem Brand an einem Drehgestell des Triebkopfes. Um die Situation so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurde der Bereich mit einem speziellen, gesundheitlich unbedenklichen Nebelfluid massiv verraucht. An Bord des Zuges befanden sich ca. 90 Unfalldarsteller, die täuschend echt geschminkt waren und unterschiedliche Verletzungsmuster mimten. Strategisches Vorgehen der Rettungskräfte Nach der Alarmierung rückten zahlreiche Einheiten aus dem gesamten Kreisgebiet auf dem Straßenweg an. Parallel dazu wurden die zwei Rettungszüge (RTZ) der Deutschen Bahn aus Hildesheim und Kassel angefordert: Brandbekämpfung: Der Rettungszug aus Kassel übernahm den Angriff über das Südportal, um den Brand am Triebkopf zu löschen. Menschenrettung: Der Hildesheimer Rettungszug drang über das Nordportal vor, um die Evakuierung und medizinische Erstversorgung der 90 Statisten einzuleiten. Wasserversorgung: Ein besonderes Augenmerk galt dem Wassertransportzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Göttingen. Dieser stellte sicher, dass die Löschwasserversorgung auch nach Aufbrauch der 20.000-Liter-Reserven der Rettungszüge stabil blieb. Ziele der Übung: Kommunikation und Logistik Ein wesentliches Kernziel der seit einem Jahr vorbereiteten Großübung war die Überprüfung der Alarmierungsketten sowie die Messung der Zeit bis zur vollen Einsatzbereitschaft der verschiedenen Organisationen. Das reibungslose Zusammenspiel zwischen den ehrenamtlichen Kräften und der DB Notfalltechnik stand dabei im Fokus. Solche Übungen sind essenziell, um Schwachstellen in der Kommunikation und Logistik aufzudecken, bevor es zu einem echten Unglück kommt�, so ein Sprecher der Übungsleitung. Fazit und Nachbereitung Zahlreiche Beobachter dokumentierten den Verlauf der gesamten Nacht akribisch. Während erste Rückmeldungen die hohe Motivation und die gute Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen lobten, werden die protokollierten Details in den kommenden Wochen in einer umfassenden Nachbesprechung analysiert. Die ICE-Strecke zwischen Göttingen und Kassel war für die Dauer der Übung komplett gesperrt. Beteiligte Organisationen: Feuerwehren des Landkreises Göttingen & Stadt Kassel Technisches Hilfswerk (THW) Rettungsdienste (DRK, ASB, JUH, MHD) Bundespolizei & Landespolizei DB Notfallmanagement (Rettungszüge Hildesheim/Kassel) Kreisfeuerwehrbereitschaft (Wassertransportzug
Einsatzdetails
Einsatzstichwort
ELW2
Einsatzart
sonstiges
Alarmierung
15.03.2026 00:05
Einsatzort
Rossdorf
Alarmierungsarten